Retrospektive

Zehn Jahre Atelierbetrieb im Engadin, Tarasp, terra aspra.

Langsames stetiges fortschreiten in aller Stille. Zuvorderst entstehen figurale Arbeiten.

Radikale Zuwendung.
Mit stets einzelnen Werkzeugen wird ein Thema bearbeitet bis zum Ausschöpfen.
Eine Form zu einem Ende tragen.
Gerinnen lassen.

Es entstehen Figurinen welche ausschliesslich mit dem Beil, dem Hobel, der Säge in Holz gearbeitet werden.
Nicht alle Arbeiten sind dokumentierbar.

In der Anwesenheit der stets anwesenden Berge des Engadiner Ateliers spielen diese Figurinen mit der Vertikale.
Ein einzelner Mensch in der Gebirgslandschaft winzig erscheinend, zeichnet stark durch seine Vertikale.
Bereits in der Ferne sichtbar, allein durch seine Senkrechte...

Für sich gestellt, auch ohne Anwesenheit der Bergwelt, wirken diese Gestalten für sich gesehen stets selber fern.

forza il misteri dals sculptuors bregagliots cuntschaints...

die Holzarbeiten sind später aus konservatorischen Gründen als Bronzeguss ausgeführt worden.

Der Bereich «nur Licht» begann mit immer grösser werdenden Prismen und Prismenjalousinen, endlich sogar 1m langen Wasserprismen und bis zu sieben darauf ausgerichtete Spiegel als Sonnenverfolger....

Der Bonhomme ist einer der abschliessenden Arbeiten dieser Epoche.